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Im Ruhestand dazuverdienen: 7 Tipps für aktive Senioren - und was wirklich erlaubt ist

Seit 2023 gibt es bei der Altersrente keine Hinzuverdienstgrenze mehr. Welche Minijob-Grenzen, Steuerregeln und Pauschalen gelten - und welche Aufgaben sich für aktive Rentner besonders eignen, vor Ort oder online.

Viele Menschen bleiben im Ruhestand gern aktiv - für ein kleines Zusatzeinkommen, vor allem aber für Kontakt, Struktur und das Gefühl, gebraucht zu werden. Die gute Nachricht: Die Regeln sind so einfach wie selten. Hier das Wichtigste, ohne Behördendeutsch.


7 Tipps zum sicheren Dazuverdienen


  • Altersrente: kein Limit mehr. Seit 2023 gibt es für Bezieher einer Altersrente keine Hinzuverdienstgrenze. Sie dürfen beliebig viel Dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. (Nur bei Erwerbsminderungsrenten gelten weiterhin Grenzen.)

  • Minijob-Grenze kennen. Sie liegt aktuell bei rund 600 € im Monat und ist an den Mindestlohn gekoppelt, steigt also mit ihm. Entscheidend ist der Jahresdurchschnitt - ein guter Monat ist also kein Problem.

  • Meist gilt: brutto = netto. Beim klassischen Minijob zahlt der Arbeitgeber die Pauschalabgaben. Für Sie als Rentner fallen in der Regel keine weiteren Steuern an, und von der Rentenversicherung können Sie sich befreien lassen.

  • Pauschalen clever nutzen. Für Nachhilfe, Betreuung oder Tätigkeiten im Verein gibt es die Übungsleiterpauschale (bis zu 3.000 € im Jahr) und die Ehrenamtspauschale (bis zu 840 € im Jahr) - Steuer- und abgabenfrei.

  • Passende Aufgaben wählen. Nachbarschaftshilfe, Gartenarbeit, Botengänge, leichte Bürotätigkeiten oder Nachhilfe - meist 5-15 Stunden pro Woche. Gesundheit geht vor: klein anfangen, flexibel bleiben.

  • Auch online möglich. Online-Nachhilfe, virtuelle Büroassistenz oder Telefonberatung sind ideal, wenn die Mobilität nachlässt - und lassen sich gut mit Aufgaben vor Ort für den sozialen Kontakt kombinieren.

  • Sauber starten. Bei der Minijob-Zentrale anmelden (online), Einnahmen notieren und im Zweifel kurz mit der Krankenkasse sprechen, wenn mehrere Jobs zusammenkommen.


Drei Fakten, die Mut machen


  • 13 Prozent der 65- bis 74-Jährigen sind erwerbstätig - fast jeder Achte in dieser Altersgruppe arbeitet noch, Tendenz steigend.

  • Knapp die Hälfte der erwerbstätigen Rentner ist geringfügig beschäftigt - der Minijob ist also der typische Weg.

  • Aktiv sein hält fit. Studien (unter anderem des IW Köln) zeigen: Wer im Ruhestand arbeitet, ist häufig zufriedener - wegen sozialer Kontakte, Struktur und Sinn, nicht nur wegen des Geldes.


Für Auftraggeber: Warum Senioren so geschätzt sind

Ältere Helfer bringen Verlässlichkeit, Erfahrung und oft jahrzehntelange Berufspraxis mit. Die Abwicklung über einen Minijob oder eine Aufwandspauschale ist unkompliziert und für den Auftraggeber günstig. Klären Sie vorab Unfall- und Haftpflicht und definieren Sie überschaubare Aufgaben (etwa 2-4 Stunden pro Woche).


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06/22/26 04:17